| Wiener Börse - ATX nimmt Kurs auf 6.000 Punkte / Hormuz-Öffnung verhilft Leitindex zu Rekordhoch - AT&S weiter im Höhenflug, Deutsche Bank hebt Kursziel zum zweiten Mal in einer Woche an |
| 17.04.2026 18:02:00 |
---------------------------------------------------------------------
AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Einzelwerte ergänzt.
---------------------------------------------------------------------
Positive Signale aus dem Nahen Osten haben dem ATX
vor dem Wochenende noch einmal ein neues Rekordhoch beschert. Der
Iran hat die Straße von Hormuz laut Außenminister Abbas Araqchi für
die Dauer der Waffenruhe im Libanon wieder vollständig für die
Handelsschifffahrt freigegeben. Die Öl- und Gaspreise sackten
daraufhin deutlich ab und dämpften damit Konjunktur- und
Inflationssorgen.
Nach einem lange lustlosen Handelsverlauf kletterte der
österreichische Leitindex nach der Meldung bis auf ein Allzeithoch
von gut 5.972 Punkten. Aus dem Handel ging der ATX mit einem
Aufschlag von 1,57 Prozent bei 5.957,70 Punkten. Auf Wochensicht
ergibt sich damit ein Gewinn von rund zweieinhalb Prozent.
Für den ATX Prime ging es am Freitag um 1,59 Prozent auf 2.947,17
Zähler nach oben. Das europäische Umfeld schloss ebenfalls fester.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent (Juni-Kontrakt), der
am Vorabend noch knapp an die Marke von 100 US-Dollar herangereicht
hatte, fiel hingegen wieder unter 90 US-Dollar.
Weg zu 6.000 Punkten frei, AT&S stark gesucht
Auch aus charttechnischer Sicht spreche derzeit wenig gegen eine
Fortsetzung des Aufwärtstrends, erklärte Erste-Group-Analyst
Christoph Schultes bereits vor den jüngsten Neuigkeiten. Demnach
könnte der ATX in der kommenden Woche die Marke von 6.000 Punkten in
Angriff nehmen. Auch auf fundamentaler Ebene dürfte die nächste
Woche richtungsweisend werden, wenn das ATX-Schwergewicht BAWAG
sowie die Unternehmen aus der Telekombranche mit ihren Zahlen die
heimische Berichtssaison einläuten.
Bei den Wiener Einzelwerten zogen einmal mehr AT&S die
Aufmerksamkeit auf sich. Die Titel des steirischen
Leiterplattenherstellers kennen seit Tagen kein Halten mehr und
verteuerten sich am Berichtstag noch einmal um gut 13 Prozent auf
84,70 Euro. Allein in dieser Woche erhöhte sich der Aktienkurs um
über ein Viertel, während sich der Gewinn seit Jahresbeginn auf gut
163 Prozent beläuft. Seit dem Mehrjahrestief von Ende 2024 hat sich
der Aktienkurs mehr als verachtfacht.
Zu einem freundlichen Branchenumfeld gesellten sich für AT&S vor
dem Wochenende positive Impulse von Analystenseite. So hob die
Deutsche Bank ihr Kursziel für die Titel bereits zum zweiten Mal in
dieser Woche an, diesmal von 82 auf 100 Euro. Analyst George Brown
verwies auf die Nachfragedynamik durch agentische KI, wobei sich
AT&S in der Branche in einer einzigartigen Position befinde. Denn
während der Mitbewerb weiterhin mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen
habe, werden die Auslastungsraten in den bestehenden AT&S-Werken
voraussichtlich rasch steigen, so Brown.
OMV und Verbund unter Druck; Industriewerte legen zu
Einzige Verlierer im Leitindex waren dagegen die Öl- und
Versorgeraktien, die von den niedrigeren Energiepreisen belastet
wurden. Verbund und OMV büßten 3,9 respektive 3,7 Prozent ein.
Deutlich fester schlossen energieintensive Industriewerte wie
Wienerberger, die sechs Prozent gewannen. Anteile am Airlinecaterer
Do&Co zogen zudem um 5,7 Prozent an.
Weitere Analystenkommentare gerieten in den Hintergrund. Für die
Erste Group wurde seitens der Deutschen Bank das Kursziel von 115
auf 117 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Analystin
Marlene Eibensteiner erwartet einen soliden Jahresstart. Die Aktien
schlossen branchenkonforme 3,1 Prozent fester bei 108,60 Euro.
Auch voestalpine folgten mit plus 4,2 Prozent auf 43,50 Euro dem
Sektortrend. Barclays bestätigte "Overweight" und Kursziel von 50
Euro für die Aktien. Die Analysten rechnen für das Schlussquartal
2025/26 mit einem soliden Ergebnis, wobei das EBITDA aber leicht
unter dem Mittelwert der Prognose liegen dürfte.
Titel des Ölfeldausrüsters SBO fielen um 2,3 Prozent auf 35,65
Euro. Analyst Alexander Zienkowicz von MWB Research sieht angesichts
des jüngsten Kursanstiegs nur noch ein eingeschränktes
Aufwärtspotenzial. Er stufte die Aktie daher auf "Hold" ab und hielt
an seinem Kursziel bei 39,00 Euro fest.
spa/mik
ISIN AT0000999982
|
Autor: - APA/spa/mik
|
| Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.702,24 | 547,77 | 2,27% |
| TecDax | 3.765,52 | 112,46 | 3,08% |
| MDAX | 31.952,10 | 1.013,75 | 3,28% |
| Dow Jones (EOD) | 49.447,43 | 868,71 | 1,79% |
| Nasdaq 100 | 26.672,43 | 339,43 | 1,29% |
| S & P 500 (EOD) | 7.126,06 | 84,78 | 1,20% |
| SMI | 13.426,72 | 253,55 | 1,92% |
|
| EUR/US$ | 1,1766 | -0,00 | -0,14% |
| EUR/Yen | 186,6057 | -0,91 | -0,48% |
| EUR/CHF | 0,9197 | -0,00 | -0,38% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8703 | -0,00 | -0,07% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | 0,37% |
| CHF/US$ | 1,2791 | 0,00 | 0,19% |
|
| baha Brent Indication | 92,43 | -5,90 | -6,00% |
| Gold | 4.881,14 | 86,60 | 1,81% |
| Silber | 79,32 | -0,47 | -0,59% |
| Platin | 2.144,45 | 0,66 | 0,03% |
| |
|
|