| ROUNDUP: Triebwerksbauer GE legt überraschend stark zu - Iran lastet auf Aktie |
| 21.04.2026 16:43:00 |
Für den US-Triebwerksbauer GE Aerospace
hat das Jahr 2026 überraschend gut begonnen. Die
Aufträge, der Umsatz und der bereinigte operative Gewinn zogen im
ersten Quartal deutlich an, wie das Unternehmen am Dienstag in
Cincinnati mitteilte. Für das Gesamtjahr peilt Konzernchef Larry
Culp jetzt das obere Ende seiner bisherigen Zielspannen an. Damit
schnitt das Unternehmen besser ab als von Analysten erwartet.
Die Aussagen zu 2026 unterliegen allerdings einer Reihe von
Einschränkungen, unter anderem einen Rückgang der Ölpreise zum
Jahresende. Auch berücksichtigt die Prognose keine globale
ökonomische Rezession. Marktteilnehmer verwiesen zudem auf
zurückhaltende Aussagen des Unternehmens mit Blick auf den
Iran-Krieg während einer Telefonkonferenz von GE zu den
Quartalszahlen. So verlor die Aktie im frühen US-Handel gut
viereinhalb Prozent, nachdem sie im vorbörslichen Geschäft noch
deutlich zugelegt hatte.
GE Aerospace entwickelt und baut zusammen mit dem französischen
Hersteller Safran Triebwerke für die
Mittelstreckenjets Boeing 737 Max und Airbus
A320neo. Zusammen mit dem deutschen Partner MTU
ist der Konzern zudem bei den Boeing-Großraumjets 787
und 777 sowie dessen Neuauflage 777X im Geschäft.
Im ersten Quartal erzielte GE einen Umsatz von 12,4 Milliarden
US-Dollar, ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum. Der um
Sonderposten bereinigte operative Gewinn legte um 18 Prozent auf 2,5
Milliarden Dollar zu. Der Überschuss sank jedoch um zwei Prozent auf
rund 2,2 Milliarden Dollar.
Für das laufende Jahr erwartet GE-Chef Culp jetzt einen bereinigten
operativen Gewinn in Richtung des oberen Endes der Spanne von 9,85
bis 10,25 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll
ebenfalls zum oberen Ende der Bandbreite von 7,10 bis 7,40 Dollar
tendieren. Die Prognose basiert unter anderem auf der Annahme, dass
der Ölpreis bis ins dritte Quartal hinein hoch bleibt und zum
Jahresende hin wieder sinkt. Auch könne Kerosin vorübergehend
schwieriger zu bekommen sein, hieß es./stw/tav/nas/he
ISIN US3696043013
AXC0237 2026-04-21/16:43
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Autor: - dpa-AFX
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