| Aktien New York: Nahost-Unsicherheit bremst US-Aktienmarkt |
| 21.04.2026 20:12:00 |
Am US-Aktienmarkt hat ein freundlicher Auftakt
am Dienstag nicht lange angehalten. Die wichtigsten Indizes drehten
vor dem Hintergrund der nach wie vor offenen Entwicklung des
Iran-Krieges alle ins Minus. Allerdings waren die Verluste zuletzt
nur moderaten Ausmaßes, weil immer noch Hoffnung auf weitere
Gespräche zwischen Washington und Teheran besteht.
Der Dow Jones Industrial stand zwei Stunden vor
Schluss mit 0,3 Prozent im Minus bei 49.282 Punkten. Im frühen
Handel hatte er sich noch bis auf gut 150 Punkte der
50.000-Punkte-Marke genähert. Der Nasdaq 100 gab
zuletzt um 0,2 Prozent auf 26.531 Zähler nach, während der
marktbreite S&P 500 um 0,4 Prozent auf 7.078 Punkte
fiel. Ein erneutes Rekordhoch gelang im Verlauf nur dem Nasdaq 100,
während der Dow von seiner Bestmarke ohnehin noch etwas entfernt
liegt.
In der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Sommerzeit läuft die
14-tägige Waffenruhe ab. Dies zeigt, dass die Zeit drängt, doch nach
wie vor ist es unklar, ob es zu neuen Gesprächen zwischen den USA
und dem Iran kommt. US-Präsident Donald Trump gibt sich bis zuletzt
optimistisch, doch aus dem Iran gibt es noch immer keine offizielle
Zusage. Zögerlich wurden Anleger auch, weil sich die Abreise des
US-Vizepräsidenten JD Vance nach Pakistan Medienberichten zufolge
verzögert.
Unter den sieben Tech-Riesen standen zwei mit unterschiedlicher
Tendenz besonders im Blick: Apple fielen um 2,5
Prozent, nachdem der iPhone-Hersteller eine Ablösung des
langjährigen Konzernchefs Tim Cook bekannt gegeben hatte. Bei Amazon
dagegen ging es um 1,7 Prozent nach oben, nachdem der
Onlinehändler eine Vertiefung seiner Allianz mit dem OpenAI-Rivalen
Anthropic bekanntgegeben hatte.
Bei Apple wird Cook den Chefsessel im September nach 15 Jahren an
den Hardware-Chef John Ternus übergeben und an die Spitze des
Verwaltungsrats wechseln. Anleger reagierten verunsichert, auch wenn
sich Analysten in ersten Kommentaren gelassen zeigten. Mit dem
Schritt werde die Kernstrategie und -vision des Unternehmens wohl
beibehalten, doch das Potenzial für langfristige Veränderungen
steige, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Eric Woodring.
Amazon will derweil viel Geld in den KI-Entwickler Anthropic
investieren. In einem ersten Schritt sollen 5 Milliarden Dollar in
den KI-Chatbot Claude gestreckt werden, in weiteren Schritten
könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden. Umgekehrt will
Anthropic in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden
Dollar für Halbleiter und Rechenleistung von Amazon ausgeben. Das
Unternehmen will auf Chips mit dem Namen Trainium zurückgreifen, um
seine KI-Modelle zu trainieren.
Im Dow setzten sich Unitedhealth nach überraschend
starken Quartalszahlen mit einem Kurssprung um fast neun Prozent an
die Spitze. Der Krankenversicherer wurde für das Gesamtjahr
optimistischer. Außerdem sieht das Unternehmen Schwierigkeiten mit
dem Vorhaben der Trump-Regierung, im nächsten Jahr Medikamente gegen
Fettleibigkeit in die US-Krankenversicherung Medicare aufzunehmen.
Dies lastete umgekehrt auf den Aktien von Eli Lilly ,
die in einem schwachen Pharma-Branchenumfeld fast zwei Prozent
verloren.
Beim Mischkonzern 3M dauerte es nach den Zahlen
etwas, bis die Aktien eine klare Richtung einschlugen. Zuletzt
verloren sie mehr als zwei Prozent. Das Unternehmen verfehlte mit
seinem bereinigten Wachstum aus eigener Kraft die Erwartungen. Am
Markt wurde dies als Zeichen gesehen, dass wirtschaftliche
Turbulenzen den Sanierungsplan erschweren.
Für die Aktien der Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen RTX
und GE Aerospace ging es um 3,7
respektive 6,1 Prozent bergab, obwohl beide etwas optimistischer für
das Gesamtjahr wurden. Anleger zeigten sich aber besorgt wegen einer
Warnung von GE vor Risiken der aktuell hohen Treibstoffpreise. Dies
schürte die Befürchtung, dass Fluggesellschaften dazu übergehen,
ihre Kapazitäten reduzieren./tih/he
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0302 2026-04-21/20:12
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.888,56 | 281,79 | 1,15% |
| TecDax | 4.036,09 | 77,29 | 1,95% |
| MDAX | 32.108,27 | 301,17 | 0,95% |
| Dow Jones (EOD) | 50.579,70 | 294,04 | 0,58% |
| Nasdaq 100 | 29.481,64 | 124,37 | 0,42% |
| S & P 500 (EOD) | 7.473,47 | 27,75 | 0,37% |
| SMI | 13.503,21 | 56,78 | 0,42% |
|
| EUR/US$ | 1,1640 | 0,00 | 0,31% |
| EUR/Yen | 184,9637 | 0,25 | 0,13% |
| EUR/CHF | 0,9101 | -0,00 | -0,09% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8634 | -0,00 | -0,04% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | 0,03% |
| CHF/US$ | 1,2790 | 0,00 | 0,06% |
|
| baha Brent Indication | 96,63 | -4,11 | -4,08% |
| Gold | 4.553,87 | 45,58 | 1,01% |
| Silber | 77,58 | 2,05 | 2,72% |
| Platin | 1.949,01 | 18,65 | 0,97% |
| |
|
|