| Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Frankreich unter Druck |
| 05.05.2026 16:16:00 |
In Frankreich gibt es Wirbel um einen
parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum öffentlich-rechtlichen
Rundfunk, der in seinem Abschlussbericht deutliche Einschnitte bei
der Senderzahl und Finanzierung fordert. Sowohl Premierminister
Sébastien Lecornu als auch die Chefin des öffentlichen Fernsehens
France Télévisions, Delphine Ernotte, wiesen die vom
Berichterstatter des Ausschusses, dem extrem rechten Abgeordneten
Charles Alloncle, erhobenen Forderungen und Feststellungen zurück.
"Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unser öffentlich-rechtlicher
Rundfunk den Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen zu sein
scheint", schreibt Alloncle und plädiert für eine "vollständige oder
teilweise Neugestaltung der Arbeitsweise der großen Einrichtungen
des Sektors, angefangen bei France Télévisions und Radio France".
Rechtsnationale wollen Öffentlich-Rechtliche privatisieren
Das rechtsnationale Rassemblement National (RN) in Frankreich dringt
auf eine Privatisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Den
Ausschuss beantragt hatte die dem RN nahestehende rechte
Splitterpartei UDR.
Der Auslöser war ein von einem rechten Medium heimlich
aufgezeichnetes Gespräch in einem Pariser Restaurant zwischen zwei
Spitzenvertretern der Sozialisten und zwei Journalisten, die für den
öffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeiten. Die Rechtsnationalen
hatten danach von unlauteren Absprachen zwischen den Politikern und
Journalisten gesprochen.
Die France-Télévisions-Chefin bezeichnete den Bericht als eine
"Anklageschrift, die auf Unterstellungen, Ungenauigkeiten und
Unwahrheiten basiert". Der Bericht habe sich "zu einem Schauplatz
eines politischen Prozesses entwickelt, in dem jeder versucht, seine
ideologische Sichtweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
durchzusetzen".
Premier Lecornu sagte, dass Reformen zwar nötig seien. Es mache aber
keinen Sinn, die Debatte auf den "Gegensatz zwischen der Ablehnung
jeglicher Reform und einer umfassenden Privatisierung zu reduzieren,
wie es manche fordern".
Bericht spaltet das Parlament
Der Ausschussvorsitzende Jérémie Patrier-Leitus der Mitte-Partei
Horizons wies die Forderungen des Berichterstatters zurück und
formulierte eigene Empfehlungen in einem separaten Teil des
Abschlussberichts. Dessen Veröffentlichung hatte das Parlament nur
mit einer knappen Mehrheit von Rechts und extrem Rechts und einem
Teil des Mitte-Lagers zugestimmt./evs/DP/jha
AXC0267 2026-05-05/16:16
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 25.247,74 | 359,18 | 1,44% |
| TecDax | 4.066,27 | 30,18 | 0,75% |
| MDAX | 32.757,42 | 649,15 | 2,02% |
| Dow Jones (EOD) | 50.579,70 | 294,04 | 0,58% |
| Nasdaq 100 | 29.481,64 | 124,37 | 0,42% |
| S & P 500 (EOD) | 7.473,47 | 27,75 | 0,37% |
| SMI | 13.503,21 | 56,78 | 0,42% |
|
| EUR/US$ | 1,1642 | 0,00 | 0,33% |
| EUR/Yen | 185,0367 | 0,32 | 0,17% |
| EUR/CHF | 0,9097 | -0,00 | -0,13% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8629 | -0,00 | -0,09% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | 0,02% |
| CHF/US$ | 1,2797 | 0,00 | 0,11% |
|
| baha Brent Indication | 94,98 | -5,76 | -5,72% |
| Gold | 4.568,94 | 60,66 | 1,35% |
| Silber | 78,16 | 2,63 | 3,48% |
| Platin | 1.952,84 | 22,48 | 1,16% |
| |
|
|