| Addiko Bank mit weniger Gewinn im ersten Quartal 2026 / Operatives Ergebnis von Sondereffekten belastet - Neugeschäft um 6,1 Prozent gestiegen |
| 13.05.2026 08:01:00 |
Die auf das Geschäft in Zentral- und Osteuropa
spezialisierte Addiko Bank hat im ersten Quartal 2026 weniger Gewinn
gemacht. Sondereffekte belasteten das operative Ergebnis, beim
Neugeschäft gab es dagegen ein Wachstum von 6,1 Prozent, wie die
Bank am Dienstag mitteilte. Um das Institut herrscht derzeit ein
Bieterwettbewerb, sowohl die Raiffeisen Bank International (RBI) als
auch die slowenische Nova Ljubljanska banka (NLB) haben im April
Angebote gelegt.
"Trotz des anhaltenden Drucks durch regulatorisch bedingte
Einschränkungen, das sich ändernde Zinsumfeld, sowie
inflationsbedingte Kostensteigerungen, die sich auf unser Ergebnis
auswirken, haben wir unser Kreditportfolio weiter ausgebaut und
dabei eine solide Asset-Qualität und eine starke Kapitalausstattung
bewahrt", so Addiko-Chef Herbert Juranek laut Aussendung vom
Mittwoch. Für das Gesamtjahr ist der Bankchef zuversichtlich, die
Ziele zu erreichen. Wegen Auflagen der Europäischen Zentralbank
(EZB) schüttet die Bank für 2025 keine Dividende aus. Die Aufseher
haben Bedenken hinsichtlich der unübersichtlichen
Eigentümerstruktur.
Unterm Strich erwirtschaftete die Bank im ersten Quartal einen
Gewinn nach Steuern von 10,1 Mio. Euro, nach 14,5 Mio. Euro im
Vorjahresquartal. Der Zinsüberschuss stieg trotz eines sinkenden
Zinsniveaus um 0,4 Prozent auf 59,0 Mio. Euro. Geholfen habe hier
ein Wachstum des Kreditbestands. Der Provisionsüberschuss sank
dagegen um 0,9 Prozent auf 18,0 Mio. Euro. Das Nettobankergebnis
blieb mit 77,0 Mio. Euro nahezu unverändert zum Vorjahr (Q 12025:
76,9 Mio. Euro).
Sondereffekte belasten operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis wurde von Sondereffekten belastet und ging
im ersten Jahresviertel von 25,3 Mio. Euro auf 20,1 Mio. Euro
zurück. Zu den außerordentlichen Effekten gehörten höhere Kosten für
die Einlagensicherung in Slowenien, Lohnerhöhungen, vorgezogene
Marketingausgaben und geringere Erträge aus dem Treasury- und
Liquiditätsmanagement. Negativ wirkten zudem neue Regularien in
Kroatien und Serbien. So hat die serbische Aufsicht den Banken
auferlegt, ihre Kredite um 3 Prozentpunkte günstiger anzubieten. In
Kroatien wiederum werde aufgrund einer EU-Regelung sozial
Bedürftigen ein gratis Konto zur Verfügung gestellt.
Die Kreditrisikovorsorgen lagen bei 6,2 Mio. Euro, nach 4,6 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum. Die Quote notleidender Assets
(non-performing exposure/NPE) erhöhte sich leicht von 2,5 Prozent
zum Jahresschluss 2025 auf 2,6 Prozent. Die NPE-Deckungsquote stieg
von 81,7 Prozent auf 81,9 Prozent. Die harte Kernkapitalquote (CET1)
sank von 22,4 Prozent zum Ende 2025 auf 21,7 Prozent.
Die ausführlichen Kaufangebote von RBI und NLB erwartet Addiko
zwischen dem 13. und 19. Mai. Danach wollen Vorstand und
Aufsichtsrat eine Stellungnahme zu den Offerten abgeben.
bel/cgh
ISIN AT000ADDIKO0
WEB https://www.addiko.com/
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Autor: - APA/bel/cgh
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