| Polytec steigerte im ersten Quartal Gewinn bei weniger Umsatz / Ergebnis nach Steuern stieg von 1,0 auf 2,5 Mio. Euro - Umsatz ging um 20,8 Prozent auf 143,7 Mio. Euro zurück - Vorstand schlägt Dividende von 0,20 Euro je Aktie vor |
| 13.05.2026 08:32:00 |
Der börsennotierte oberösterreichische
Autozulieferer Polytec hat in den ersten drei Monaten des
Geschäftsjahres 2026 bei einem deutlich geringeren Umsatz ein
höheres Ergebnis erzielt. Das Ergebnis nach Steuern kletterte auf
2,5 Mio. Euro, nach 1,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Grund für den
Umsatzrückgang um 20,8 Prozent auf 143,7 Mio. Euro war vor allem der
Verkauf des operativen Geschäfts im Vereinigten Königreich Ende
2025.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte
sich von 3,2 auf 4,3 Mio. Euro, die EBIT-Marge stieg von 1,8 auf 3,0
Prozent. Gestützt wurde das Quartalsergebnis durch positive Effekte
aus dem Verkauf des Werkzeug- und Projektgeschäfts in Großbritannien
sowie der Veräußerung eines Werks im belgischen Schoten. Das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um
5,8 Prozent auf 11,5 Mio. Euro zu.
Personalstand durch Verkauf reduziert
Durch den Verkauf der britischen Tochtergesellschaft reduzierte
sich auch der Personalstand der Gruppe deutlich. Ende März 2026
zählte Polytec 3.076 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente inklusive
Leihpersonal) und damit um 17,1 Prozent weniger als am
Vorjahresstichtag. Auch der Materialaufwand ging infolge der
Verkäufe im ersten Quartal um 28,7 Prozent markant zurück.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 will das Unternehmen nach
einer Pause wieder eine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird der
Hauptversammlung am 2. Juni eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro je
Aktie vorschlagen. Polytec beabsichtigt nach eigenen Angaben, auch
künftig wieder jährlich eine Gewinnbeteiligung auszuschütten.
Heuer Umsatz zwischen 560 und 590 Mio. Euro erwartet
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management einen
Konzernumsatz zwischen 560 und 590 Mio. Euro. Der im Vergleich zum
Vorjahr geringere Erlös wird neben dem UK-Verkauf auch mit der
erfolgten Werksschließung im deutschen Weierbach begründet. Trotz
des niedrigeren Umsatzes rechnet das Unternehmen mit einer stabilen
oder leicht verbesserten Ertragslage und strebt eine EBIT-Marge von
rund 3 Prozent an. Im dominierenden Automotive-Bereich geht Polytec
aufgrund von Produktionsüberkapazitäten und "verschärftem
Verdrängungswettbewerb" am europäischen Markt lediglich von einem
geringen organischen Wachstum aus.
ivn/bel
ISIN AT0000A00XX9
WEB http://www.polytec.at/
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Autor: - APA/ivn/bel
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