| Schwache Wasserführung lies Verbund-Gewinn um ein Drittel absacken / Mehr Strom aus Wind und Sonne - Ausblick angepasst |
| 13.05.2026 08:50:00 |
Die Trockenheit und die damit verbundene schwache
Wasserführung hat dem teilstaatlichen Stromkonzern Verbund im ersten
Quartal einen Ergebniseinbruch beschert. Der Gewinn sackte um 32
Prozent auf 267 Mio. Euro ab, beim Umsatz ergab sich ein Minus von
15,5 Prozent auf 1,94 Mrd. Euro. Zusätzlich negativ auf das Ergebnis
wirkte ein niedrigerer durchschnittlicher Absatzpreis im
Stromverkauf. Für das Gesamtjahr konkretisierte das Unternehmen den
Ausblick.
Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke, der die
Stromerzeugung aus der Wasserkraft misst und mit Vorperioden
vergleichbar macht, lag im ersten Quartal bei 0,78 und damit um 5
Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (0,83) und um 22 Prozentpunkte
unter dem langjährigen Durchschnitt von 1. Die Erzeugung in den
Speicherkraftwerken sank gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 2,3
Prozent. Insgesamt verringerte sich die Erzeugung aus Wasserkraft
somit um 373 auf 5.095 Gigawattstunden (GWh).
Mehr Strom aus Wind und Sonne
Etwas besser lief es bei den neuen Erneuerbaren, also
Photovoltaik und Wind: Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 lag die
Erzeugung um 13 Prozentpunkte höher. Dazu kam die Inbetriebnahme
neuer Anlagen, insgesamt stieg die Produktion aus Wind und PV daher
um 121 GWh auf 697 GWh.
Der durchschnittlich erzielte Absatzpreis für die Eigenerzeugung
aus Wasserkraft fiel um 34,2 Euro auf 92,6 Euro je Megawattstunde
(MWh). Grund für den deutlichen Rückgang war der vergleichsweise
hohe Absatzpreis im ersten Quartal 2025. Der Ergebnisbeitrag aus dem
Verkauf der Eigenproduktion aus Wasser, Wind und PV fiel daher
deutlich niedriger aus als im Vorjahresquartal, so der Verbund. Das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um
26,1 Prozent auf 534,6 Mio. Euro.
Beim Ausblick für das Gesamtjahr konkretisierte das Unternehmen
die Spannen, der Stromkonzern rechnet nun mit einem EBITDA zwischen
rund 2,1 und 2,5 Mrd. Euro (bisher: 2,0 bis 2,5 Mrd. Euro) und einem
Konzernergebnis zwischen 1,0 und 1,2 Mrd. Euro (bisher: 900 Mio. bis
1,2 Mrd. Euro). Die Ausschüttungsquote soll unverändert zwischen 45
und 55 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses
liegen.
cgh/bel
ISIN AT0000746409
WEB http://www.verbund.com
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Autor: - APA/cgh/bel
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