| Wiener Börse befestigt im Frühhandel - ATX gewinnt 0,58 Prozent / Erholungsansatz nach starken Vortagesabschlägen - Zahlenvorlagen von Addiko Bank, Bajaj Mobility, Polytec, Semperit, Wienerberger und Verbund |
| 13.05.2026 10:06:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Details zu Einzelwerten und Kursveränderungen
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch im
Frühhandel mit einer befestigten Tendenz präsentiert. Der heimische
Leitindex ATX gewann bis kurz vor zehn Uhr 0,58 Prozent auf 5.882,88
Einheiten. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es nach den
starken Vortagesabschlägen mit den Aktienkursen nach oben.
Nachlassende Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Nahost
Konflikts haben die Ölpreise erneut ansteigen lassen und die
Stimmung der Anleger zuletzt getrübt.
Der Iran-Konflikt ist ungelöst und die Lage in der Straße von
Hormuz undurchsichtig, schrieben die Helaba-Analysten. Noch hält der
Waffenstillstand, die Rhetorik der Konfliktparteien verschärft sich
aber. In diesem Zusammenhang sei auf den anstehenden Besuch von US
Präsident Trump in China verwiesen. Die USA fordern China dazu auf,
eine größere Rolle bei den Friedensverhandlungen zu spielen, hieß es
weiter von den Experten.
Am heimische Markt nahm auf Unternehmensebene die Berichtssaison
merklich an Fahrt auf. Zahlen legten Addiko Bank, Bajaj Mobility,
Polytec, Semperit, Wienerberger und der Verbund vor.
Die Trockenheit und die damit verbundene schwache Wasserführung
hat dem teilstaatlichen Stromkonzern Verbund im ersten Quartal einen
Ergebniseinbruch beschert. Der Gewinn sackte um 32 Prozent auf 270
Mio. Euro ab, beim Umsatz ergab sich ein Minus von 15,5 Prozent auf
1,94 Mrd. Euro. Zusätzlich negativ auf das Ergebnis wirkte ein
niedrigerer durchschnittlicher Absatzpreis im Stromverkauf. Die
Verbund-Aktie reagierte auf die Zahlenvorlage mit plus 2,3 Prozent.
Positiv heben die Analysten der Erste Group hervor, dass der Verbund
den Gesamtjahresausblick nach oben revidiert hat.
Der Baustoffriese Wienerberger hat heuer im ersten Quartal 30
Mio. Euro Verlust eingefahren, wie der weltgrößte Ziegelhersteller
bekannt gab. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war noch ein Gewinn
nach Steuern von 5 Mio. Euro erzielt worden. Der Umsatz sank um 7
Prozent auf knapp über 1 Mrd. Euro. Wienerberger bauten ein Minus
von 3,9 Prozent. Laut Erste Group lieferte das Unternehmen einen
schwachen Auftakt in das Jahr 2026.
Der Motorradhersteller Bajaj Mobility, früher Pierer Mobility,
hat im ersten Quartal deutlich mehr Umsatz gemacht und den Verlust
klar eingegrenzt. Unterm Strich stand ein Minus von 35,1 Mio. Euro,
nach einem Verlust von 108,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der
Umsatz legte indessen um 70,2 Prozent auf 331,3 Mio. Euro zu, wie
die KTM-Mutter mitteilte. Die Bajaj-Titel beschleunigten um 2,8
Prozent.
Der oberösterreichische Autozulieferer Polytec hat in den ersten
drei Monaten des Geschäftsjahres 2026 bei einem deutlich geringeren
Umsatz ein höheres Ergebnis erzielt. Das Ergebnis nach Steuern
kletterte auf 2,5 Mio. Euro, nach 1,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal.
Grund für den Umsatzrückgang um 20,8 Prozent auf 143,7 Mio. Euro war
vor allem der Verkauf des operativen Geschäfts im Vereinigten
Königreich Ende 2025. Bei Polytec gab es ein Minus von 3,4 Prozent
zu sehen.
Der in Wien ansässige Gummi- und Kautschukkonzern Semperit hat im
ersten Quartal 2026 wieder deutlich in die Gewinnzone
zurückgefunden. Nach einem Verlust drehte das Ergebnis nach Steuern
mit 8,9 Mio. Euro ins Plus. Auch beim Umsatz und dem operativen
Ergebnis (EBITDA) verzeichnete das Traditionsunternehmen in den
ersten drei Monaten des Jahres kräftige Zuwächse.
Semperit-Anteilsscheine legten 0,3 Prozent zu.
Die auf das Geschäft in Zentral- und Osteuropa spezialisierte
Addiko Bank hat im ersten Quartal 2026 weniger Gewinn gemacht.
Sondereffekte belasteten das operative Ergebnis, beim Neugeschäft
gab es dagegen ein Wachstum von 6,1 Prozent. Um das Institut
herrscht derzeit ein Bieterwettbewerb, sowohl die Raiffeisen Bank
International (RBI) als auch die slowenische Nova Ljubljanska banka
(NLB) haben im April Angebote gelegt. Die Addiko-Papiere wurden noch
nicht gehandelt.
ste/moe
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/ste/moe
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