| GNW-News: Chinesische und europäische Automobilhersteller suchen beim Wiener Motorensymposium Gemeinsamkeiten im Antriebswandel |
| 13.05.2026 14:01:00 |
^BEIJING, May 13, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Im Zuge des weltweiten
Übergangs zu elektrischer und intelligenter Mobilität kamen
Automobilhersteller, Zulieferer und Forschende aus China und Europa
in Wien zusammen, um über die Zukunft der Antriebstechnologien zu
diskutieren. Parallel zum 47. Wiener Motorensymposium (VMS) fand das
erstmals ausgerichtete China SAE Global Mobility Forum (CGMF) statt,
an dem über 270 Branchenakteure - darunter Vertreterinnen und
Vertreter von OEMs, Hochschulen und politischen Institutionen -
teilnahmen. Bei der von der China Society of Automotive Engineers
(China SAE) und der Österreichischen Gesellschaft für
Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) gemeinsam ausgerichteten Veranstaltung
wurde ein technischer Konsens angestrebt und nach gemeinsamen
Lösungen für nachhaltige Antriebe gesucht. Gemeinsamer Appell für
offene Zusammenarbeit im Automobilsektor Professor Bernhard
Geringer, Präsident der ÖVK, äußerte sich ausgesprochen
zuversichtlich über die Vertiefung der technischen Zusammenarbeit
zwischen China und Europa. Hou Fushen, Vizepräsident und
Generalsekretär der China SAE, skizzierte die aktuelle Lage und die
sich abzeichnenden Chancen im chinesischen Automobilsektor. ?Die
Bedeutung des CGMF liegt nicht darin, eine einseitige Geschichte zu
erzählen, sondern darin, als gleichberechtigte Partner an der
globalen technischen Regulierung mitzuwirken", erklärte er. ?Unsere
Aufgabe hier besteht darin, Erkenntnisse zu teilen, von
fortschrittlichen globalen Erfahrungen zu lernen und gemeinsam nach
Lösungen für die nachhaltige Transformation der Automobilindustrie
zu suchen." Als Reaktion auf den globalen Wandel mobilisierte die
China SAE mehr als 2.000 Branchenexperten, um die
?Technologie-Roadmap für Energieeinsparung und New- Energy-Fahrzeuge
3.0" (Roadmap 3.0) zu erarbeiten. Dieser im Oktober 2025
veröffentlichte maßgebliche Leitfaden bietet der chinesischen
Automobilindustrie bis 2040 einen strategischen Orientierungsrahmen,
der auf folgenden Kernperspektiven beruht: * Festgelegter Zeitplan
für die Dekarbonisierung: Die CO?-Emissionen des chinesischen
Automobilsektors werden voraussichtlich um das Jahr 2028 ihren
Höchststand erreichen. Bis 2040 wird eine Reduzierung um mehr als 60
% gegenüber diesem Höchstwert angestrebt. * Marktexpansion und Ziele
für intelligente Mobilität: Bis 2040 werden Chinas jährliche
Automobilproduktion und -verkäufe voraussichtlich 41 Millionen
Einheiten erreichen. Die Marktdurchdringung von
New-Energy-Fahrzeugen dürfte im Pkw-Bereich über 85 % und im
Nutzfahrzeugbereich über 75 % liegen. Darüber hinaus ist die
flächendeckende Einführung von autonomer Fahrtechnologie der Stufe 4
(L4) in Neufahrzeugen vorgesehen. * Bekenntnis zu vielfältigen
technologischen Pfaden: Die Roadmap betont, dass Verbrennungsmotoren
während des Branchenwandels eine wichtige Antriebsquelle bleiben
werden. Bis 2040 dürften Modelle mit Verbrennungsmotor noch etwa ein
Drittel aller neu verkauften Pkw ausmachen. Technischer Einblick:
Experten diskutieren die neuesten Entwicklungen in der
Antriebstechnik Den Vorsitz des Forums hatte Professor Xu Xiangyang
von der Beihang-Universität inne, während Professor Uwe Dieter Grebe
von der TU Wien als Co-Vorsitzender fungierte. Professor Xu
Xiangyang von der Beihang-Universität gewährte einen eingehenden
Einblick in die technischen Durchbrüche, die in Chinas ?Roadmap 3.0"
für hocheffiziente Antriebe dargelegt sind. Dr. Stephan Neugebauer,
Vorsitzender von ERTRAC, unterstrich die strategische Notwendigkeit
von ?Technologieneutralität" als Grundlage für nachhaltiges
Wachstum. Aus industrieller Perspektive präsentierte Zhu Yongqing,
Chefingenieur von GWM, den skalierbaren Hi4-Antrieb für alle
Einsatzszenarien, während Lukas Walter, COO von AVL List, die
Auswahllogik für globale Antriebslösungen analysierte. Den Abschluss
bildete Zhang Guiqiang, Senior Director von Li Auto, der die neueste
Range-Extender- Plattform der nächsten Generation seines
Unternehmens vorstellte. Während der von Professor Grebe moderierten
Podiumsdiskussion erörtete Wang Ruiping, Senior-Vizepräsidentin der
Geely Auto Group, gemeinsam mit den weiteren Referentinnen und
Referenten eingehend die technologischen Unterschiede und
industriellen Synergien zwischen China und Europa. Konsenspunkte:
Bekenntnis zu Technologieneutralität und KI-gestützter
Effizienzsteigerung Die Fachleute waren sich einig, dass
Technologieneutralität und ein breites Spektrum technologischer
Ansätze unabdingbar für einen reibungslosen globalen Übergang sind.
Gestützt auf die ?Roadmap 3.0" strebt die chinesische
Automobilindustrie an, Referenzlösungen für die weltweite
Dekarbonisierung bereitzustellen. Zudem vereinbarten beide Seiten,
Künstliche Intelligenz gezielt zur Effizienzsteigerung einzusetzen
und der Kreislaufwirtschaft Vorrang einzuräumen, um ein
geschlossenes Geschäftsökosystem zu etablieren. Förderung
langfristiger Zusammenarbeit für eine nachhaltige Zukunft Die
strategische Positionierung des CGMF ist klar und eindeutig: Es ist
keine einseitige Werbeplattform, sondern vielmehr eine Brücke für
den globalen Technologiedialog, der auf Augenhöhe und offen geführt
wird. Seine Mission besteht darin, die chinesische und die
europäische Automobilindustrie im Kontext des Übergangs zur
Klimaneutralität zu komplementären Stärken und gemeinsamem Erfolg zu
führen. Über die China Society of Automotive Engineers (SAE) Die
1963 gegründete China SAE fungiert als wichtige Brücke zwischen der
chinesischen Industrie und dem globalen Innovationsnetzwerk, indem
sie strategische Forschung betreibt, die Politikgestaltung
unterstützt und den wissenschaftlichen Austausch, gemeinsame
Innovation sowie die Normungsarbeit fördert. Contact:
lyy@sae-china.org °
AXC0302 2026-05-13/14:01
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Autor: - dpa-AFX
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