| Devisen: Eurokurs leicht unter Druck - Türkische Lira beschleunigt Talfahrt |
| 26.05.2026 21:13:00 |
Der Kurs des Euro ist am
Dienstag im US-Handel etwas unter Druck geblieben. Zuletzt wurde die
Gemeinschaftswährung bei 1,1629 Dollar gehandelt. Im frühen
europäischen Geschäft hatte sie noch etwas höher notiert. Die
Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1634 (Montag:
1,1643) Dollar fest.
Damit gab der Euro einen Teil seiner Vortagsgewinne wieder ab. Am
Montag hatte die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs durch eine
Verhandlungslösung für eine allgemein freundliche Stimmung an den
Finanzmärkten gesorgt, von der auch der Euro profitierte.
Am Dienstag allerdings überschatteten neue Angriffe im Iran und im
Libanon die laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs. Das
US-Militär hatte nach eigenen Angaben iranische Raketenstellungen
sowie Boote angegriffen, die in der für den Welthandel wichtigen
Straße von Hormus Minen verlegen wollten.
Aber selbst wenn bei einer Verhandlungslösung die Straße von Hormus
wieder zeitnah geöffnet werden sollte, sei der Schaden bereits
erfolgt, warnte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank.
Mittlerweile sind die Energiepreise fast drei Monate auf deutlich
erhöhtem Niveau. "Neben den Zentralbankreaktionen ist daher auch
wichtig, wie stark die Inflationseffekte in den verschiedenen
Währungsräumen ausfallen", sagte die Expertin.
Die Talfahrt der türkischen Lira hat sich am Dienstag beschleunigt.
Die Lira sank zum Dollar auf ein Rekordtief. Mittlerweile müssen
knapp 46 Lira für einen Dollar gezahlt werden und damit so viel wie
noch nie. Im Handel mit dem Euro wurde mit 53,39 Lira für einen Euro
nur knapp ein Rekordtief verfehlt. Am Devisenmarkt haben Anleger
auch die politische Entwicklung in der Türkei im Blick. Nach der
Absetzung des türkischen Oppositionsführers Özgür Özel sind weitere
Menschen festgenommen worden, darunter ein Bürgermeister./la/men
ISIN EU0009652759
AXC0221 2026-05-26/21:13
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Autor: - dpa-AFX
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