| Beschäftigte im Handel legen erneut Arbeit nieder |
| 05.06.2026 12:30:00 |
Anlässlich der Tarifverhandlungen im
Handel haben Beschäftigte den zweiten Tag in Folge zeitweise die
Arbeit niedergelegt. Zu Kundgebungen in deutschen Städten erwartete
die Gewerkschaft Verdi insgesamt mehr als 10.000 Teilnehmer, wie
Gewerkschaftssekretärin Johanna Kaufmann der Deutschen
Presse-Agentur sagte.
Kaufmann zufolge sind die größten Kundgebungen in Erfurt, Bochum und
Saarbrücken geplant. Aktionen sind auch in Berlin und Ingolstadt
angekündigt.
Derzeit laufen bundesweit Verhandlungen im Einzelhandel und im Groß-
und Außenhandel. Diese betreffen Verdi zufolge fünf Millionen
Beschäftigte. Die Gespräche werden in den Tarifgebieten geführt.
Verdi fordert eine Entgelterhöhung von sieben Prozent bei einer
Laufzeit von zwölf Monaten, teils weichen die Forderungen in den
Gebieten leicht voneinander ab.
Warnstreiks schon am Donnerstag
Verdi hatte schon am Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen, unter
anderem wurde in Kiel demonstriert. Laut Handelsverband Deutschland
hatten die Warnstreiks keine spürbaren Auswirkungen auf die Kunden.
"Auch für heute ist nicht davon auszugehen, dass sich daran etwas
ändert", sagte der Tarifgeschäftsführer Steven Haarke der Deutschen
Presse-Agentur.
Die Arbeitgeber haben bereits nahezu identische Angebote vorgelegt,
die Verdi aber scharf zurückgewiesen hat. In Hamburg bieten die
Einzelhändler in zwei Stufen über zwei Jahre insgesamt 3,5 Prozent
mehr Entgelt. Im Groß- und Außenhandel offerieren in
Nordrhein-Westfalen die Arbeitgeber in zwei Schritten über zwei
Jahre 3,4 Prozent mehr Geld.
Wann die Verhandlungen fortgesetzt werden, kann sich von Tarifgebiet
zu Tarifgebiet unterscheiden./lkm/DP/stk
AXC0103 2026-06-05/12:30
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Autor: - dpa-AFX
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