| Vor allem Gastgewerbe laut DIHK-Umfrage in Not |
| 05.06.2026 13:15:00 |
Mitten im beginnenden Sommer steckt das deutsche
Gastgewerbe einer Umfrage zufolge in einer Krise. Knapp zwei Drittel
der gastgewerblichen Betriebe bezeichnen ihre Finanzlage als
problematisch, wie die Sonderauswertung der Konjunkturumfrage
Frühsommer 2026 der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK)
zeigt, für die mehr als 11.000 Dienstleister zu ihrer
wirtschaftlichen Lage befragt wurden. Demnach berichtet jedes zehnte
Unternehmen im Gastgewerbe sogar von drohender Insolvenz.
Vor allem hohe Kosten für Energie und Personal setzten die Betriebe
in der Branche unter Druck, heißt es laut DIHK als Erklärung. Die
Unternehmen würden zunehmend vor finanzielle Herausforderungen
gestellt. Trotz der bevorstehenden Sommersaison lägen die
Beschäftigungsabsichten auf einem niedrigeren Niveau als noch zu
Jahresbeginn.
Auch in anderen Dienstleistungsbranchen trübt sich die Stimmung der
Umfrage nach ein. Branchenübergreifend bewerten demnach nur noch 27
Prozent der befragten Unternehmen ihre aktuelle Lage als gut, 23
Prozent als schlecht. Rund 31 Prozent rechnen mit einer weiteren
Verschlechterung, nur 13 Prozent erwarten eine Verbesserung. Mehr
als jedes fünfte Unternehmen plant Personalabbau, fast jedes dritte
will Investitionen kürzen.
Wie man Betriebe laut DIHK entlasten könnte
Besonders schwierig ist die Situation laut DIHK für kleine Betriebe.
Fast jedes zweite Dienstleistungsunternehmen mit bis zu zehn
Mitarbeitenden befindet sich demnach in einer problematischen
Finanzlage, rund 22 Prozent berichten von Liquiditätsengpässen.
"Viele kleine Betriebe haben ihre finanziellen Reserven in den
vergangenen Krisenjahren weitgehend aufgebraucht und verfügen kaum
über Puffer, um die stark gestiegenen Kosten abzufedern", sagt Dirk
Binding, DIHK-Bereichsleiter Digitale Wirtschaft, Infrastruktur,
Regionalpolitik.
Branchenübergreifend seien viele Dienstleister aktuell in ihrer
Existenz gefährdet. Auch Dokumentationspflichten, hohe bürokratische
Auflagen und steigende Arbeitskosten setzten die Unternehmen unter
Druck. "Hier braucht es dringend Entlastung", fordert Binding.
Außerdem bräuchten Betriebe mehr Flexibilität, um auf
Nachfrageschwankungen reagieren und Personal bedarfsgerecht
einsetzen zu können. "Starre Arbeitszeiten werden der Realität
vieler Betriebe, gerade im Gastgewerbe, nicht mehr gerecht." Binding
verlangt eine rasche Umsetzung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen
wöchentlichen statt täglichen Höchstarbeitszeit./jce/DP/jha
AXC0111 2026-06-05/13:15
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.759,05 | -185,90 | -0,75% |
| TecDax | 4.074,14 | -134,45 | -3,19% |
| MDAX | 32.466,60 | -335,01 | -1,02% |
| Dow Jones (EOD) | 50.866,78 | -695,15 | -1,35% |
| Nasdaq 100 | 28.957,60 | -1.450,21 | -4,77% |
| S & P 500 (EOD) | 7.383,74 | -200,57 | -2,64% |
| SMI | 13.388,23 | 46,96 | 0,35% |
|
| EUR/US$ | 1,1524 | -0,01 | -0,75% |
| EUR/Yen | 184,6730 | -1,12 | -0,60% |
| EUR/CHF | 0,9176 | 0,00 | 0,09% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8639 | -0,00 | -0,12% |
| Yen/US$ | 0,0062 | 0,00 | -0,21% |
| CHF/US$ | 1,2561 | -0,01 | -0,87% |
|
| baha Brent Indication | 93,46 | -2,09 | -2,18% |
| Gold | 4.325,01 | -150,18 | -3,36% |
| Silber | 67,93 | -5,95 | -8,06% |
| Platin | 1.792,32 | -103,49 | -5,46% |
| |
|
|