| Merz, Starmer, Macron wollen mit Selenskyj in London beraten |
| 05.06.2026 17:27:00 |
Berlin, Paris und London wollen gemeinsam mit der
Ukraine die Bemühungen um ein Ende des Krieges wieder anschieben.
Dazu wollen Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs
Staatspräsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir
Starmer am Sonntagabend mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
Selenskyj in London beraten, wie ein britischer Regierungssprecher
der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.
Die sogenannten E3 - Deutschland, Frankreich und Großbritannien -
spielen eine Schlüsselrolle bei den europäischen Bemühungen um ein
Ende des russischen Angriffskriegs. London und Paris stellten sogar
in Aussicht, nach Abschluss eines dauerhaften Waffenstillstands
Bodentruppen in die Ukraine zur Friedenssicherung zu entsenden.
Deutschland könnte laut Merz zumindest "Kräfte für die Ukraine auf
benachbartem Nato-Gebiet einmelden", wie der Kanzler bei einem
Treffen der in der sogenannten "Koalition der Willigen" vereinten
Verbündeten Kiews Anfang des Jahres in Paris sagte.
Paris: Russland steht unter Druck
Bislang scheiterten die Bemühungen aber am mangelnden Willen
Russlands und der Zurückhaltung der USA unter Präsident Donald
Trump, Sicherheitsgarantien zu geben. Das Interesse in Washington an
einer Friedenslösung scheint inzwischen nachgelassen zu haben.
Aus dem französischen Präsidentenpalast hieß es, es werde zunächst
ein Treffen von Macron, Starmer und Merz geben. Die drei würden dann
anschließend mit Selenskyj sprechen. Es gehe darum, die Ukraine
weiter zu unterstützen und den Druck auf Russlands
Kriegsanstrengungen zu erhöhen. Russland stehe militärisch,
wirtschaftlich und strategisch unter Druck, halte an der Front aber
weiter an seinem mörderischen Krieg fest.
Trotz zunehmender Kampfhandlungen im Ukraine-Krieg geht man in der
Bundesregierung davon aus, dass es in den nächsten Monaten zu
Gesprächen mit Russland über ein Ende des Krieges kommen kann.
"Langsam öffnet sich ein Fenster für Gespräche der europäischen
Seite mit Russland", hieß es zuletzt es aus
Regierungskreisen./cmy/DP/stk
AXC0170 2026-06-05/17:27
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Autor: - dpa-AFX
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