| Wiener Börse - ATX endet nach unstetem Verlauf tiefer / Vorstoß auf Rekordhoch scheitert - Gegenwind durch US-Arbeitsmarktdaten - Industriewerte schwach, AT&S rutschen weiter ab |
| 05.06.2026 17:57:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Einzelwerte ergänzt.
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Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag einen
wechselhaften Handel in der Verlustzone beendet. Hatte er sich
zunächst noch in einem Erholungsversuch bis unmittelbar an das
Rekordhoch der Vorwoche herangewagt, ging der ATX letztlich 0,53
Prozent tiefer bei 6.084,17 Punkten aus dem Tag. Gegenwind kam am
Nachmittag durch überraschend robuste US-Arbeitsmarktdaten, welche
die Erwartung verfestigten, dass die US-Notenbank im Laufe des
Jahres ihren Leitzins anheben könnte.
Auf Wochensicht verlor der ATX 1,1 Prozent. Für den ATX Prime
ging es am Freitag um 0,54 Prozent auf 3.004,41 Zähler hinab. Auch
das europäische Umfeld schloss überwiegend im Minus. Mit Blick auf
den seit Monaten marktbestimmenden Nahostkonflikt blieb die
Meldungslage inzwischen vergleichsweise ruhig. Die Ölpreise gaben
zuletzt dennoch etwas nach.
In den USA lag die Arbeitslosenquote im Mai zwar wie erwartet bei
4,3 Prozent, das Stellenwachstum übertraf die Analystenprognosen
aber deutlich. Die Zinserhöhungserwartungen für das laufende Jahr
wurden am Markt als Folge hochgeschraubt. Viele Ökonomen sind aber
aktuell noch zurückhaltender und rechnen für 2026 mit stabilen
Leitzinsen. "Wir halten diese Interpretation der heutigen
Arbeitsmarktdaten für übertrieben", kommentierten etwa die Experten
der Dekabank. "Einen unmittelbaren Preisdruck, dem man geldpolitisch
begegnen müsste, kann man aus den Daten nicht ableiten."
Größere Verluste im ATX verhinderten die schwer gewichteten
Erste-Aktien, die als bester Wert um 1,6 Prozent anzogen. Belastet
wurde das Barometer dagegen von teils klaren Verlusten bei
Industrie- und Bautiteln, wobei die Anleger wohl auch bei einigen
zuletzt gut gelaufenen Aktien Kasse machten. Andritz, voestalpine
und Porr gaben etwa zwischen 1,8 und 4,8 Prozent ab.
Noch deutlicher büßten AT&S 6,3 Prozent ein und folgten so dem
schwachen europäischen Branchentrend. Marktbeobachter begründeten
die Gewinnmitnahmen bei vielen Halbleiterwerten mit Nachwirkungen
des am Mittwochabend veröffentlichten Broadcom-Ausblicks, der die
hohen Erwartungen nicht erfüllt hatte.
Außerhalb des Leitindex schlossen Semperit-Aktien ein Prozent
höher auf 15,20 Euro. B&C-Geschäftsführer Patrick Lackenbucher
kündigte im APA-Interview an, das Übernahmeangebot für die Semperit
weder zu verlängern, noch das Angebot von 15 Euro je Aktie
anzupassen.
spa/mik
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/mik
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