| Aktien Wien Schluss: ATX endet nach unstetem Verlauf tiefer |
| 05.06.2026 18:09:00 |
Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag einen
wechselhaften Handel in der Verlustzone beendet. Hatte er sich
zunächst noch in einem Erholungsversuch bis unmittelbar an das
Rekordhoch der Vorwoche herangewagt, ging der ATX
letztlich 0,53 Prozent tiefer bei 6.084,17 Punkten aus dem Tag.
Gegenwind kam am Nachmittag durch überraschend robuste
US-Arbeitsmarktdaten, welche die Erwartung verfestigten, dass die
US-Notenbank im Laufe des Jahres ihren Leitzins anheben könnte.
Auf Wochensicht verlor der ATX 1,1 Prozent. Für den ATX Prime ging
es am Freitag um 0,54 Prozent auf 3.004,41 Zähler hinab. Auch das
europäische Umfeld schloss überwiegend im Minus. Mit Blick auf den
seit Monaten marktbestimmenden Nahostkonflikt blieb die Meldungslage
inzwischen vergleichsweise ruhig. Die Ölpreise gaben zuletzt dennoch
etwas nach.
In den USA lag die Arbeitslosenquote im Mai zwar wie erwartet bei
4,3 Prozent, das Stellenwachstum übertraf die Analystenprognosen
aber deutlich. Die Zinserhöhungserwartungen für das laufende Jahr
wurden am Markt als Folge hochgeschraubt. Viele Ökonomen sind aber
aktuell noch zurückhaltender und rechnen für 2026 mit stabilen
Leitzinsen. "Wir halten diese Interpretation der heutigen
Arbeitsmarktdaten für übertrieben", kommentierten etwa die Experten
der Dekabank. "Einen unmittelbaren Preisdruck, dem man geldpolitisch
begegnen müsste, kann man aus den Daten nicht ableiten."
Größere Verluste im ATX verhinderten die schwer gewichteten
Erste-Aktien, die als bester Wert um 1,6 Prozent anzogen. Belastet
wurde das Barometer dagegen von teils klaren Verlusten bei
Industrie- und Bautiteln, wobei die Anleger wohl auch bei einigen
zuletzt gut gelaufenen Aktien Kasse machten. Andritz ,
Voestalpine und Porr gaben etwa zwischen 1,8 und 4,8
Prozent ab.
Noch deutlicher büßten AT&S 6,3 Prozent ein und folgten so dem
schwachen europäischen Branchentrend. Marktbeobachter begründeten
die Gewinnmitnahmen bei vielen Halbleiterwerten mit Nachwirkungen
des am Mittwochabend veröffentlichten
Broadcom-Ausblicks, der die hohen Erwartungen nicht
erfüllt hatte.
Außerhalb des Leitindex schlossen Semperit-Aktien ein Prozent höher
auf 15,20 Euro. B&C-Geschäftsführer Patrick Lackenbucher kündigte im
APA-Interview an, das Übernahmeangebot für die Semperit weder zu
verlängern, noch das Angebot von 15 Euro je Aktie
anzupassen./spa/mik/APA/stk
ISIN AT0000999982
AXC0180 2026-06-05/18:09
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Autor: - dpa-AFX
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