| Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit fast drei Monaten |
| 10.06.2026 11:33:00 |
Der Goldpreis ist am Mittwoch
weiter gefallen und hat den tiefsten Stand seit fast drei Monaten
erreicht. Am Vormittag kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) an
der Börse in London 4.161,60 US-Dollar und damit etwa zwei Prozent
weniger als am Vortag. Noch tiefer hatte der Goldpreis zuletzt am
23. März gestanden.
Seit Mitte Mai steht der Goldpreis tendenziell unter Verkaufsdruck,
wobei sich die Talfahrt in den vergangenen Tagen beschleunigt hat.
Hintergrund sind Spekulationen auf Zinserhöhungen durch große
Notenbanken. Diese sorgen für höhere Renditen am Markt für
Staatsanleihen und belasten den Goldpreis. Weil das Edelmetall keine
Marktzinsen abwirft, setzen Anleger mit der Aussicht auf steigende
Zinsen verstärkt auf Staatsanleihen und machen einen Bogen um Gold.
Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank verwies am
Vortag auf einen "kräftigen Abfluss" aus mit physischem Gold
hinterlegten Wertpapieren am Freitag. Ein robuster
Arbeitsmarktbericht der US-Regierung hatte die Spekulation auf einen
steigenden Leitzins durch die US-Notenbank Fed verstärkt.
Im weiteren Handelsverlauf könnten US-Konjunkturdaten für Impulse
sorgen. Auf dem Programm stehen die Inflationsdaten für Mai, die an
den Finanzmärkten stark beachtet werden. Sollte die Inflation höher
als erwartet ausfallen, verstärkt sich der Handlungsdruck für die
US-Notenbank. Dann "dürfte der Goldpreis weiter nachgeben", lautete
die Einschätzung von Fritsch.
In den vergangenen Jahren war der Goldpreis stark gestiegen,
angetrieben durch eine Kombination aus Käufen durch Zentralbanken,
geopolitischer Unsicherheit und einem schwindendem Vertrauen in die
Reservewährung Dollar. Im Januar hatte der Goldpreis ein Rekordhoch
erreicht, als die Notierung zeitweise bis auf 5.595 Dollar je
Feinunze gestiegen war./jkr/jsl/jha/
ISIN XC0009655157
AXC0110 2026-06-10/11:33
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Autor: - dpa-AFX
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